kreisgespräche

wir könnten opfer werden
oder waren es schon

wir sind lesbisch, jüdisch oder politisch
feministisch, frau oder enby
oder alles

oder täterin

sind wir täter_innen
oder aussen?

wir sind weiss, privilegiert, haben den passenden pass
und finden das normal, weil das die norm ist
oder nicht

wir tun oder tun nichts, dagegen oder dafür

und fragen uns endlich
reicht das und wenn ja wofür

Ins Sein gefallen

Ich habe sie gefunden, die grüne Tara der Insel, die mallorquinische Tara vom Port de Sóller. Sie ist blau.

überlaufen

Sie ist im grünblauen Meer, in der weißen Gischt und dem türkisen Schimmer, sie ist die Sicht auf den Grund durch schimmernde Tiefe.

dort

Sie ist in der Wucht des Wassers auf die goldgrauen Felsen und in den von Wellen hineingespülten Mulden und Löchern.

gold

Sie ist das Meer selbst und sie ist ich schwimmend und Meer werdend. Sie wellt und welt.

klarheit

Sie ist in der Santa Capelleta und die fliegende Maria skulpturiert davor, sie ist der Plastikventilator rechts und links vom Altar, sie ist der Stein auf dem Stein der Trockenmauer.

fliegen

Sie ist der sich reckende Olivenbaumstamm, der Wunderbaum, der einen einzelnen Ast grün emporstreckt, gleichsam im Begriff, sich niederzuwerfen, mit über den Scheitel gehobenen Händen.

niederwerfen

Sie wartet in der sengenden Hitze in der Felsmuschel auf uns

refugio

hoch oben auf der Klippe, wo die Fischerboote auf dem Meer ebenso klein sind wie die Häuser von Deià.

deià

Sie stapelt Steine in gestorbene kleine Bäume

steinstapel

und Felsen in das unfassbar lebendige Meer

blenden

Sie singt bei gefallenen Aleppokiefern

aleppokiefer

und fotografiert den Schein im Auge der Betrachterin

spiegel

sein

 

für die rote Bodhicitta-Nonne

Sofa

Ein Transporter in LKW-Größe hielt vor meiner Tür und brachte: ein Sofa.
Ich besitze (grinning face) nun das erste Mal in meinem Leben ein Sofa. Das gibt mir Hoffnung. Nicht das Sofa selbst, obwohl ich es überhaupt nicht unterschätze, nein, ich meine, dass ich vielleicht schon die Hälfte meines Lebens hinter mir habe (wenn es gut läuft und sogar doppelt gut, so dass ich nicht denke, wenn es schlecht läuft), und immer noch etwas zum ersten Mal geschehen kann. Krasses. Besonderes. Nicht krass Schlimmes, wobei das natürlich immer passieren kann (und schon passiert ist) und in der Nähe und Ferne (was ist eigentlich fern) täglich geschieht – das meine ich nicht, nicht jetzt. Ich meine etwas, das dennoch und immer geschehen kann, etwas, das meine Intellektualisierungen über den Haufen wirft, etwas, das schön ist. Ein Sofa. Klingt albern. Nö, oder?

Es gibt diese Dinge, die ich nie vermisst habe, auch wenn das nur ein Trick von brain war, denn wofür ich kein Geld hatte oder was nicht als Geschenk zu mir kam, das war etwas, das nicht nötig war. Das brauchte ich einfach nicht. Auf die Art ist es möglich, jahrelang die Kleidung mit der Hand zu waschen, sich von Reis mit Tomaten zu ernähren und die Fahrt an den Autobahnsee eine Reise zu nennen. Es ist nur möglich, sich auf das Wesentliche zu besinnen, wenn man eine Wahl hat. Vorher ist es nur das Einzige, von dem höchstens andere sagen können, uh, wie reduziert aufs Wichtige, awesome. Nicht.

Aber um auf das Sofa zurückzukommen. Mit dem Geschenk kam ein Hund mit, der gleich auf meinen Arm gehüpft war und dort einen Platz ausfüllte, der offenbar schon lange gewartet hatte. Arm wurde Kopfkissen, Hund lag ganz still und atmete durchs Fell. Hund kennt sich offensichtlich aus mit Sofa und Meditation, riecht nach Zen (zum Glück nicht nach Hund und vor allem nicht nass, ich mag nur nasse Strasse, Hunde eigentlich gar nicht). Hund jedenfalls zeigt mir, wie Sofa geht und also Platz und Hund und ich darauf. Kissen an Rücken, Blick aus dem Fenster. Auf die Dächer, in den Obstbaum, auf die Spatzen [1]. Himmel. Schön. schön. schön. Das Sofa, das Leben. Auch wenn mein Wohnzimmer jetzt ruiniert ist, ich muss praktisch über Sofa direkt auf den Klavierhocker springen, wenn ich meine Sehnenscheidenentzündung vergessen habe, oder Dreisprung um die Ecke, Schrottknie ahead, naja bisschen übertrieben. Das mit Wohnzimmer, der Rest nicht.
[1] Ich wette, sie haben dort Sofareihen hinter der Dachrinne.

Was vorher geschah? Vorher gab es nur Minisofa, aka Sessel, Sofa immer und eigentlich nur dann, wenn ich mich als kleines Päckchen darauf zusammengekrümmt-oder-kringelt (mit entsprechend unterschiedlichen Ausgangssituationen) hatte. Aber nun kann ich, egal was gerade ist, vom Schreibtisch mit oder ohne Laptop direkt auf Sofa fallen, ok, nur gesprungen und das dann besser allein, aber das Ding – it’s a thing! – ist ja, dass ich es kann. Das ohne Computer. Ich kann da liegen mit Hund, Kaffee, beidem oder nichts und NICHTS tun.

Nochmal zum Thema Hoffnung. Thesaurus nennt außer Zuversicht noch Erwartung, aber das stimmt nicht. Ich darf das sagen, denn mit Hoffnung etc. kenne ich mich aus. Vergeblich zumeist, aber das ist immanent. Keine Erwartungshaltung oder begründeter Anspruch, nur Hoffnung. Die passiert und findet statt, und anders als Wikipedia und die meisten meinen, viel mehr in der Gegenwart als ihre aus Vergangenheit und Zukunft gespeisten Geschwister.

So, und jetzt entschuldigt mich, Sofa ruft. Jetzt.

Sexualisierte Gewalt, Rape Culture und Rassismus

Was ist beschissener als 3 Tage KuK aka Brechdurchfall?

Ganz einfach. 3 Tage in diesem Internet (oder auch Schland oder Welt) zu lesen/wohnen, das nicht müde wird, i m m e r und i m m e r wieder dieselbe rassistische und sexistische Kackscheisse zu wiederholen. Es macht so müde/wütend, dass die Gewalt einfach nie ein Ende haben wird.

Ich verlinke jetzt hier nicht auf all die unsäglichen Artikel und Kommentare (gerne auch in den Zeitungen/Medien Deines Vertrauens zu finden, natürlich), sondern liste ein paar lesenswerte Texte auf:

Hannah C.:
http://maedchenmannschaft.net/zu-gewalt-legitimierender-gewalt/
„Ich möchte eine Auseinandersetzung damit, dass Gewalt – insbesondere sexualisierte Gewalt an Frauen und als “Frauen” (trotz anderer Geschlechtsidentität) benannter Personen – mehr und mehr zu einem gewaltlegitimierendem Grund für Rassismus und andere Formen von Diskriminierung und damit Gewalt wird, statt zum Anlass sich ganz konkret mit Aufklärungs-, Präventions-, Schutz- und Hilfemaßnahmen für alle Personen gleich auseinander zu setzen.“

Betül Ulusoy:
https://www.facebook.com/betuel.ulusoy/posts/569454863208054?notif_t=like
„Man denkt fast: Endlich! Endlich wird über Frauen, Frauenrechte, sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Deutschland gesprochen – und dann reden doch wieder alle nur über Männer.“

Hengameh Yaghoobifarah:
http://taz.de/Gewalt-gegen-Frauen/!5263311/
„Seit der Kölner Silvesternacht wird einer sexismusfreien Zeit hinterher getrauert. Die hat es in Deutschland nie gegeben.“

Interview mit Anne Wizorek:
http://www.fr-online.de/politik/angriffe-in-koeln–sexismus-durchzieht-unsere-gesellschaft-,1472596,33465600.html?dmcid=sm_tw
„Sexismus durchzieht unsere Gesellschaft.“

Main Street. Birch Street. Higgins Drive. Cobalt Lane.

Yes we stumble
but that’s the way we walk.
Wir gehen weiter, nicht geschlossenen, nicht offen starrenden Auges
No way. Eff you all.
Flatternd, blinzelnd, tropfend. Lebendig
Und vielleicht haben wir am Ende sogar die Angst verloren
Vorher alle so: kämpfen, loslassen, im Dreck landen
Dabei hatten wir gehofft,
unsere Babyschuhe wären immer schon schlammfarben gewesen
Nope. Lets write the streets
Oder was sonst noch übrig bleibt, was bleibt uns sonst übrig in all dem
Dem nahen, fernen, dem eigenen und anderen
Nein, das ist nicht dasselbe. Ich weiß.
We don’t gotta run we don’t gotta hide
any more
Aber wenn wir so gut kennen, was wir sehen, reicht es vielleicht doch
irgendwann für
No borders no nations, nicht nur als Aufkleber.

You of all people

Ich träume nachts steile weiße Straßen hinauf und falle tagsüber rückwärts von ihnen hinunter. Kurz vor dem Aufprall schlafe ich gegen Morgen ein, drehe mich hin und her und folge den Kranichen, die in Scharen über mein Haus ziehen. Dabei habe ich es gar nicht so mit Gruppen. Weiß ist die Farbe von Folter und ich im falschen Film. Der Raum ist immer noch leer und krag. Eine weise Freundin sagte, nur das Haben vergeht, die Liebe nicht. Und ich google nach diesen Dingern, die aussehen wie überdimensionale Babystrampler für Erwachsene mit Kapuze, also die Strampler, nicht die Erwachsenen, und finde schließlich einen in meiner Lieblingsfarbe mit der Bezeichnung Unisex Einbaulightweight Zip Lounge One Jumpsuit.

Das ist gut und obwohl analog, erinnert mich das an meine automatische Worterkennung, wenn sie gut drauf ist, unfreiwillig komisch, das passt zu mir, obwohl ich meist OK finde, komisch zu sein. An dem Teil führt jetzt jedenfalls kein Weg mehr vorbei. So ein Name kann nur halten, was er verspricht, Probleme gelöst und glücklich macht der orange Einteiler, oder war er doch schwarz, bestimmt auch noch. Allerdings ganz schön teuer, der Scheiss. Vielleicht lieber weiter eine Therapeutin finden, das kostet ja auch. Oder haben Sie schon mal eine Traumatherapeutin gefunden, die einen Platz frei hat und eine Kassenzulassung, merkste selber, ne, sagt die Stimme in mir mit einem Seitenblick auf meinen Kontostand.

Also das E-Book an, langsam einige Zeilen lesen, hä, das Buch ist kaputt, irgendwas stimmt nicht, alles leicht fremd, verschoben, sogar die Figuren fühlen sich anders an, was ist da los? Wie den nächsten Teil einer Serie anschauen und die falsche Sprache erwischen, deutsch synchronisiert, steif, humorlos, schrott, das geht nicht. Wie reparier ich das bloß? Wie reparier ich mein Leben, hab ich da irgendwas vertauscht, lauter Schrauben, Rückwärtsgang, Gas, Nebelscheinwerfer, ich kann gar nicht Autofahren, den Schein haben sie mir nicht in die Wiege gelegt. Ich gebe auf und höre die Sterne, probe die Flucht in die Flucht.

Stimmt natürlich nicht, ich gehe weiter, lasse die Liebe im Herzen und so gehe weiter, so wie ich das immer schon gemacht habe, ich höre nicht auf, frage mich, was ich mit diesem Leben mache und lebe, träume, wache. Halte Wache für das Gestorbene und das Lebende, für meine Trauer und meine Fragen, meine Verzweiflung und meine Hoffnung.

Denke weiter nach über 100% Menschsein, über Arbeit und sich für das Falsche anstrengen, es sich schwermachen mit Ansprüchen, die gar nicht passen, Leistung, Vorankommen und den eigenen Wert davon abhängig machen. Täterscheisse eben. Dass ich denen nicht recht gebe. Von meiner Erkenntnis, niemandem beweisen zu müssen, dass auch Alien super funktionieren und normale Jobs schaffen können. (Als ob nicht das genau das wäre, wozu sie trainiert wurden). Stattdessen rausfinden, was wirklich wichtig ist. Wertvolles Leben nicht vergeuden. Dafür bin ich nicht hier. Es scheint leicht zu passieren in dieser Welt, den Fokus zu verlieren. Das kenne ich gar nicht von dort und von mir. Vielleicht schreiben. Einfach weiterschreiben. Das ist wie atmen, nur leichter.

luft holen gehen

schreiben. immer wieder. schwer.luft ist leicht. worte aus luft, aus der luft greifen, fangen, bannen. worte, die müssten doch von innen kommen. wortwüste. hier ein ich, da ein du, hier drinnen, da draussen. schmerz. worte nehmend, atem stehlend, den herzschlag zum verstärker machend. wellenschläge, ausufernd, land raubend, nur noch gewaltig hohe wand, dann wieder sich sammelnd zu einem einzig tiefen punkt. wir sind die, die anker geworfen haben in die welt oder es noch üben. ich bin hier oder dort oder hinter dem rand. ohne grenze oder ich.bin innen und aussen, das, was ausser mir ist. kommt mit nach innen, dann gibt es nicht mehr das und ich, nur noch eins, weil es kein das und du, kein einziges mehr gibt. einatmen und ausatmen kann nicht oder länger dasselbe sein. ich und wortlos. überall. schmerz hat ein subjekt. und objekt. und.aber. das ich erfindet sich wieder.unterscheidbar von alles und nichts, zuallererst ausser sich, unter einer hand, auf papier. vor augen, das ist der erste oder kurze moment, wo es ich gibt. wo ich verschwindet, immer wieder, taucht ich immer wieder auf in worten. nimmst du die texte, nehme ich ich mit, stapele ich auf, durchsuche ich, nimmst du ich mit, stapelst ich auf, durchsuchst ich. macht machst nichts. ich hat jetzt ein holzhaus mit steinwand in neuseeland. schreibt mir.sitzt neben mir. was hilft? hat schon. immer.

Zumindest

Und dann schmeckt der Kaffee doch wieder. Oder zumindest manchmal. OK, zumindest jetzt.

Das reicht ja auch. Keine will Kaffee im Voraus trinken, geht auch nicht, genausowenig wie auf Vorrat pissen.

Aber versuchen kann eine es ja mal. Coffee to go und einer weniger von den 6,4 Milliarden samt Plastikdeckel, die hier jährlich im Müll landen. Das sind 320.000 pro Tag, aber ich weiß nicht, ob das stimmt, hab es nicht nachgerechnet, nur abgeschrieben, stand irgendwo im Netz.

Der Tag war so ein Mosaikdenkmal, eines dieser Bilder, das aus hunderten von 4×4 Pixel großen Einzelfotos zusammengesetzt ist, die nur noch die Funktion von Licht und Schatten, Farbe und Form erfüllen, aufgegangen im Großen Ganzen, über das gerade, shit, ein halber Becher Kaffee gekippt ist.

Aber heute habe ich ab und zu die Spacetaste erwischt, angehalten, ausgeatmet, ganz ohne Salbutamol, fast jedenfalls, bin gelaufen, habe Neues gelernt, vielleicht verlerne ich dann zugleich auch was, das geht ja sonst gar nicht alles in ein Hirn, das wäre gut, nicht nur wegen der Größe, auch wegen der Inhalte, und dann hab ich Klavier gespielt und dann nichts gemacht. Mich nur auf Minisofa gesetzt und geweint und mir vorgestellt, es gäbe etwas, das größer ist als ich und Du, etwas, das mich hält.

Später fand ich phone im Abwasch und hakte Kaffee in der Einkaufsapp an. Könnte ja sein, dass er morgen wieder schmeckt. Und wenn nicht, dann freut sich zumindest mein Besuch. Und das Klo ist auch neu gestrichen.

5776

Haferflocken mit Apfel, das war sonst nicht so trocken. Im Hintergrund, der sich zum Vordergrund zieht, Sophie Hunger und Hundreds gegen Turbostaat. Anfangen mit Coden, Klavierspielen, nicht Laufen.
Danach Leerzeichen ohne Worte, Stille ins Haus transkribieren.
Unter dem Gehirnschmerz das Phantomherz in tachykarden Sprüngen says kill the metronome.
Und der Feldrand vor der Haustür wo sonst der Volvo stand.
Was machen diese verendeten Tage, die sich tetrislike vollstopfen mit Tun oder Nichtstun, was getan werden muss, was gelassen. Alkohol nicht, den gibt es nur pro Woche, kranksein nun in Monaten.

Wachliegen, Amygdala im Apparatelicht.

Morgens aneinandergekettete Träume, offene Augen an der Decke, Kaffee fällt wie Bauklötze in Bauch. Der nächste riecht vielleicht schon wie früher. Bevor Zeitrechnung, doch die ist ergebnislos unter dem Strich, vielleicht gibt es keine Achse dafür.

Haferflocken mit Apfel und Yofu im hinteren Zimmer steht ein Klavier an der Wand ist das echt kann nicht laufen das Herz chronisch erkältet. Ein angebissener Apfel neben Hundescheisse im Rinnstein es ist Herbst es ist spät es ist ein völlig neuer Tag. Und das Leben und was sich dafür hielt regnet mich aus der Welt den Abfluss hinunter da kenn ich mich aus.
Deswegen.
Habe ich mich auch abgefangen, kurz unter dem Deckel, mit Fingermuskeln, die jedem Bizeps das Abwasser reichen können, stemme mich hoch, krieche durch den verblühten Mohn, lasse alles Können und Müssen zurück, muss nur noch kurz den Schlüssel verlieren, dann Spuren lesen, verwischen, hinterlassen.

Schlafwandeln, Kleinhirn im Sonnenlicht.

Die Küche, die es nicht gab, ist kalt, im Flur steht ein Fahrrad, fällt nicht, New Balance mit Apfelmus und Geruch nach Fluss. Geht das jetzt ewig so weiter, nein, nichts. Living Room Songs. Haferflocken mit Wasser wo sonst der Werdersee war.

Nasses Gesicht und nachts keine Ahnung, im Aufschrecken erinnert sich nichts implizit. Dunkle Noten auf Sand. Der Lauf Zeit Leben Dinge
hat abgesagt funktioniert nicht sucht nach Nichtdenken und Wegdenken, während es denkt es sei auf der Suche. Unter allem, unter dem Strich und dem Gulli und der Last, Seitenränder begrenzen Text zum Tunnel. Bis der Schmerz dort durch ist, geht viel Zeit ins Land, läuft, bleibt stehen.
Währenddessen
Türmchen aus Steinen und Klötzen.
Tauchsieder für frierende Fische und ein Küchenschrank, der auf der Straße steht. Es wird sanft sein, wenn die Tür aufgeht.

No summer’s tale

Tag 2 gab es nicht.

Tag 3 von x und von ich-war-woanders. Gespräche, pseudo. Niemand kennt mich und während ich mich tippe, schlägt mir die automatische Worterkennung mich-wie-Scheisse-behandeln vor und ich denke, so schnell lernt also mein Smartphone, es ist mir Lichtjahre voraus. Jemand fragt mich nach Zielen und Projekten und bestimmt ist er Manager. Ich erfinde eine Strategie, die ich ihm verkaufe, er merkt nichts und ich lache nicht. Ich packe Vergangenheit in kleine Kästchen, baue Türmchen, stelle mich drauf und habe Aussichten, warum sollte mich hindern oder schmerzen, was bereits Geschichte ist?

Tag 4. Keine Tage mehr. Sie zählen nicht mehr. Stimmte sowieso nicht. Nichts stimmt.